Fluchtgrund Afghanistan – Ursachen und Gründe des Konflikts

Fluchtgrund Afghanistan – Ursachen und Hintergründe des Konflikts

Es wird viel über afghanische Geflüchtete in Deutschland berichtet, doch die Ursachen und Hintergründe des Konfliktes in Afghanistan, die Fluchtgründe vieler Menschen werden kaum beleuchtet. Daher lädt das Ilmenauer Flüchtlingsnetzwerk beim ISWI e.V. zu einem spannenden Vortrag und anschließender Diskussion mit Emran Feroz ein, der über genau diese Aspekte ausführlich und anschaulich berichten wird.

Der Vortrag findet am kommenden Donnerstag, dem 18. Januar 2018, um 19 Uhr im Seminarraum 201 des Humboldtbaus (Gustav-Kirchhoff-Platz 1) an der TU Ilmenau statt. Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Ferozs Eltern stammen aus Afghanistan und flohen vor den sowjetischen Besatzungstruppen nach Österreich. Er selbst studierte in Tübingen Politologie und Islamwissenschaften und arbeitet heute als freier Journalist mit Fokus auf Zentralasien und Nahost, unter anderem für Die Zeit, taz. die tageszeitung, Aljazeera und New York Times. Er berichtet regelmäßig über und vor allem aus Afghanistan. Ein Schwerpunkt seiner journalistischen Tätigkeit liegt auf dem US-amerikanischen Drohnenkrieg. So ist er auch Initiator des „Drone Memorial“, einer virtuellen Gedenkstätte für zivile Drohnenopfer, denen er Gesicht und Namen und somit ihre Würde wiedergibt.

In diesem Zusammenhang macht das Netzwerk auch noch einmal auf die aktuelle Fotoausstellung „Through Refugees Eyes“ im Saal III der Mensa Ehrenberg aufmerksam. Dort sind seit dem 18. Dezember 2017 die Fotos des syrischen Geflüchteten Abdulazez Dukhan zu sehen. Durch die Augen eines Geflüchteten werden in dieser Ausstellung Einblicke in das Leben in den Camps in Griechenland gewährt. Seit dem Sommer 2015 sind über eine Million Menschen in Griechenland angekommen. Diese Menschen machten sich auf die Suche nach einer sicheren Zukunft. Über 60.000 sind immer noch auf der Suche – warten immer noch in Griechenland auf ein Weiterkommen. Die schutzbedürftigen Menschen aus Syrien, Afghanistan, Pakistan und vielen anderen Ländern leben hier in von der Regierung bereitgestellten Camps, Containersiedlungen oder Wohnungen, aber auch in besetzten Häusern oder auf der Straße. Einer von ihnen war Abdulazez Dukhan, der sein Heimatland Syrien im Alter von 17 Jahren verließ. Über ein Jahr verbrachte der junge Mann in verschiedenen Camps in Griechenland, bis er schließlich im April 2017 durch ein Umvertilungsprogramm der EU nach Belgien kam.

Die Ausstellung wird noch bis zum 28. Februar 2018 in der Mensa Ehrenberg zu sehen sein, danach tourt sie weiter durch das Studierendenwerk Thüringen und wird in den Mensen in Erfurt, Weimar und Jena zu sehen sein. Die Ausstellung wurde erstellt und wird gefödert durch das DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.

Der Referent Emran Feroz

Mehr Info: https://www.facebook.com/events/595945417403610/