{"id":22,"date":"2013-11-18T16:38:18","date_gmt":"2013-11-18T16:38:18","guid":{"rendered":"http:\/\/iswi.org\/?page_id=22"},"modified":"2018-05-26T01:23:19","modified_gmt":"2018-05-25T23:23:19","slug":"iswi-2011","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/iswi.org\/en\/internationale-studierenden-woche-in-ilmenau\/iswi-2011\/","title":{"rendered":"ISWI 2011"},"content":{"rendered":"<h2>&#8222;crossing borders&#8220;<\/h2>\n<h2>13. &#8211; 22. Mai 2011<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify\">Vom 13. &#8211; 22. Mai 2011 fand die 10. Internationale Studentenwoche in Ilmenau statt. Unter dem Motto &#8222;crossing borders&#8220; drehte sich 10 Tage lang alles um das Thema Freiheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>\u201e<\/strong><strong>Ein Mensch kann nicht frei sein, wenn ein anderer es nicht ist, weil<\/strong><strong> es <\/strong><strong>sich dann nicht um <\/strong><strong>F<\/strong><strong>reiheit, sondern um ein Privileg handelt.<\/strong><strong>\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><strong>[1]<\/strong><\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Frei zu sein, der Besitzer eines eigenen Verstandes und K\u00f6rpers zu sein, ein freier Wille &#8211; all dies sind Ausdrucksformen von Freiheit. Doch was bedeutet Freiheit eigentlich? Von einigen Menschen wird der Begriff mit der Absenz von Zw\u00e4ngen beschrieben. F\u00fcr viele bedeutet er jedoch mehr. Er bedeutet, sich selbst und seine Tr\u00e4ume zu verwirklichen. Er kann aber auch Kampf und Entbehrung bedeuten, um Freiheit zu gewinnen oder diese zu verteidigen. Gleichzeitig bedingt der Genuss von Freiheiten jedoch auch Verantwortung und Ma\u00df, denn wir sind mit unserer physischen Existenz mit dem Problem konfrontiert, dass wir uns nicht von allen Zw\u00e4ngen befreien k\u00f6nnen. So gelten bislang f\u00fcr alle Menschen die Naturgesetze in gleicher Art und Weise und es wird aufgrund der Endlichkeiten in unserer Welt offenbar, dass wir mit einer z\u00fcgellosen Ausnutzung all unserer Freiheiten andere Freiheiten unweigerlich einschr\u00e4nken und am Ende unsere eigene Existenz in Gefahr bringen. Dies kann an Ph\u00e4nomenen wie der aktuellen Finanzkrise oder dem Klimawandel nachvollzogen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aus diesen Widerspr\u00fcchen und Zw\u00e4ngen heraus ergeben sich Spannungsfelder, die sich durch alle Facetten unseres Lebens ziehen und als grundlegende Fragen durch jede Generation neu beantwortet werden m\u00fcssen; seien es Diskussionen zum Thema Freiheit und Sicherheit, zur Ethik oder zu den Grundlagen von Konflikten. Denn gerade in unserer schnelllebigen Welt mit all ihrem Fortschritt und ihrer Technologie, aber auch ihrer Ungleichheit und Armut, verschieben sich die Grenzen und Priorit\u00e4ten der Gesellschaft immer schneller, sodass viele dieser Fragen neu aufgeworfen und beantwortet werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Hier ist der Punkt, an dem wir als Organisierende der ISWI 2011 ansetzen wollten. Wir wollten den Teilnehmenden und allen Interessierten und Beteiligten eine offene Plattform f\u00fcr den Meinungsaustausch \u00fcber diese Spannungsfelder bieten. Hier bekamen sie die M\u00f6glichkeit in Gruppenarbeit, Workshops, Diskussionen, Vortr\u00e4gen und pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chen ihre Argumente auszutauschen, die Themen von unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten und zu diskutieren. Denn wir sind der Meinung, dass gerade der interkulturelle Dialog einen wichtigen Beitrag f\u00fcr die Entstehung von Toleranz und V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung leisten kann, die nach unserer Auffassung im Kontext des Themas \u201eFreiheit\u201c eine herausragende Rolle spielen. Deshalb wollten wir einen aktiven Diskurs ansto\u00dfen und innerhalb der zehn Tage auf bestehende Probleme aufmerksam machen, Standpunkte aufzeigen und gemeinsam mit den Teilnehmenden, den ReferentInnen und allen Interessierten Ideen und L\u00f6sungswege entwickeln, die im Sinne einer nachhaltigen Gesellschaft allen Menschen ein Maximum an Freiheit garantieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<div>\n<hr \/>\n<div id=\"ftn1\">\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Alexei Tsvetkov (*1947), russischer Dichter und Schriftsteller<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;crossing borders&#8220; 13. &#8211; 22. Mai 2011 Vom 13. &#8211; 22. Mai 2011 fand die 10. Internationale Studentenwoche in Ilmenau statt. 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