{"id":2561,"date":"2016-10-14T21:19:57","date_gmt":"2016-10-14T19:19:57","guid":{"rendered":"http:\/\/iswi.org\/?p=2561"},"modified":"2016-10-14T21:38:11","modified_gmt":"2016-10-14T19:38:11","slug":"der-schwarze-nazi-film-diskussion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iswi.org\/en\/2016\/der-schwarze-nazi-film-diskussion\/","title":{"rendered":"DER SCHWARZE NAZI &#8211; Film &#038; Diskussion"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/iswi.org\/wp-content\/uploads\/DSN_Fb.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-2563\" src=\"http:\/\/iswi.org\/wp-content\/uploads\/DSN_Fb-1024x379.png\" alt=\"dsn_fb\" width=\"604\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/iswi.org\/wp-content\/uploads\/DSN_Fb-1024x379.png 1024w, https:\/\/iswi.org\/wp-content\/uploads\/DSN_Fb-300x111.png 300w, https:\/\/iswi.org\/wp-content\/uploads\/DSN_Fb-768x284.png 768w, https:\/\/iswi.org\/wp-content\/uploads\/DSN_Fb.png 1418w\" sizes=\"(max-width: 604px) 100vw, 604px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gemeinsam mit dem Hochschulfilmclub zeigt der ISWI e.V. am <strong>Mittwoch, dem 19.10.2016<\/strong>, um <strong>7 o'clock<\/strong> den Film <strong>&#8222;DER SCHWARZE NAZI&#8220;<\/strong>. Im Anschluss an den Film gibt es eine <strong>Diskussion zum Thema Rassismus und Rechtsextremismus<\/strong> mit <strong>Karl-Friedrich K\u00f6nig<\/strong>, einem der beiden<strong> Regisseure<\/strong>, und mit einem<strong> Experten vom MOBIT e.V. (<\/strong>Mobile Beratung in Th\u00fcringen). Film und Diskussion finden im <strong>Helmholtz-H\u00f6rsaal<\/strong> auf dem Campus der Technischen Universit\u00e4t statt. <strong>Der Eintritt ist frei.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Groteske \u201cDER SCHWARZE NAZI\u201d handelt vom Kongolesen Sikumoya (Aloysius Itoka) in Sachsen. Vor Jahren kam er als politischer Fl\u00fcchtling nach Deutschland <!--more-->und muss nun die deutsche Staatsb\u00fcrgerschaft erlangen, ansonsten droht die Ausweisung. Sikumoya ist Liebhaber der Werke von Goethe und Schiller und sch\u00e4tzt Deutschland als Hort der Kultur. Im Alltag, im Einb\u00fcrgerungskurs und in der Familie seiner deutschen Freun\u00addin (Judith Barei\u00df) wird er mit Vorurteilen und Rassismus konfrontiert. Sikumoya, dem Bildungsb\u00fcrger, wirft man fehlende Anpassung an \u201cdie deutsche Kultur\u201d vor. Er reagiert darauf, indem er sich noch st\u00e4rker an vorgeblich typisch deutscher Kultur orienti\u00adert: eine Deutschlandfahne an der Wand, k\u00fch\u00adles Pils zu deutscher Volksmusik und hartes Sprachtraining um seinen Akzent abzustreifen. Doch eine Nazikameradschaft aus der Nach\u00adbarschaft, die besorgten Wutb\u00fcrger auf dem Marktplatz und die Schwiegermutter, die ihn nur als Gast in Deutschland akzeptiert, zerm\u00fcrben ihn bis zum Zusammenbruch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sikumoya wird ins Krankenhaus eingeliefert. Im Koma ge\u00adschieht die Metamorphose. Als Sikumoya da\u00adraus erwacht, ist er der \u201cperfekte Deutsche\u201d. Er kommt in Kontakt mit der NPO (\u201cNationale Patrioten Ost\u201d), gegen die ein Ver\u00adbotsverfahren wegen verfassungsfeindlichem Rassismus l\u00e4uft. Da kommt ihnen Sikumoya wie gerufen. Er soll als Integrationsbeauftragter und \u201cnationaler Afro\u201d das Feigenblatt der Partei bilden und Kritikern die Argumente entziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch Sikumoya funktioniert nicht als Marionette, sondern \u00fcberholt die Neonazis einfach von rechts. Denn ob es sich nun um amerikanische Handys oder um s\u00e4chsischen Akzent, der die deutsche Sprache verunreinigt, handelt: Sikumoya entscheidet ab sofort, was \u201cDeutsch\u201d und was \u201cUndeutsch\u201d ist! So kann er nicht nur einzelne Recht\u00adsextreme, sondern auch eine Masse an besorgten Wutb\u00fcrgern auf seine Seite zieht. Schlie\u00dflich kommt es sogar soweit, dass Siku\u00admoya einzelne Nazikameraden als \u201cUndeutsche\u201d auss\u00adchlie\u00dft und schlie\u00dflich f\u00fcr den Posten des Parteichefs kandidiert. Den Nazis bleibt nur noch ihr blanker Rassismus, um sich zu wehren &#8230;<\/p>\n<p><iframe src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/gUZxDZPa91Y\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die beiden Regisseure, Tilman und Karl-Friedrich K\u00f6nig, wissen, wovon sie reden. Wie der NSU stammen Sie aus Jena \u2013 allerdings nicht aus dem Untergrund, sondern aus dem Hause K\u00f6nig: Ihr Vater ist der bekannte Pfarrer Lothar K\u00f6nig, der seit Jahren engagiert gegen Rechtsextremismus k\u00e4mpft und kontinuierlich mit Fl\u00fcchtlingen zusammenarbeitet. Diese Erfahrungen haben sie gepr\u00e4gt:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Rassismus mit all seinen Kontexten ist eine Thematik, mit der wir uns seit langem besch\u00e4ftigen und die wir kreativ bearbeiten wollen. Aus einem evangelischen Pastorenhaus stammend, haben wir seit unserer Kindheit wiederholt mit \u201cIllegalen\u201d zusammengelebt, die durch die Gemeinde unseres Vaters Kirchenasyl erhielten. Migranten aus Nord- und S\u00fcdafrika gingen bei uns ein und aus. Der Rassismus, den sie erlebten, war ein immer wiederkehrendes Thema im Alltag. Wir wollen einen Film drehen, der die Zuschauer unterh\u00e4lt und gleichzeitig zum Nachdenken anregt.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wolfgang Thierse, Bundestagspr\u00e4sident a.D. hat die Schirmherrschaft f\u00fcr den Film \u00fcbernommen:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIch w\u00fcnsche dem Film viele Zuschauerinnen und Zuschauer &#8211; denn DER SCHWARZE NAZI provoziert und wird dadurch zum Nachdenken und Diskutieren anregen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Veranstaltung wird vom Th\u00fcringer Ministerium f\u00fcr Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Th\u00fcringer Landesprogramms f\u00fcr Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit <a href=\"http:\/\/denkbunt-thueringen.de\/\">DenkBunt<\/a> gef\u00f6rdert.<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsam mit dem Hochschulfilmclub zeigt der ISWI e.V. am Mittwoch, dem 19.10.2016, um 19 Uhr den Film &#8222;DER SCHWARZE NAZI&#8220;. 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