{"id":3611,"date":"2018-09-06T12:39:54","date_gmt":"2018-09-06T10:39:54","guid":{"rendered":"http:\/\/iswi.org\/?p=3611"},"modified":"2019-06-04T16:54:11","modified_gmt":"2019-06-04T14:54:11","slug":"mein-freiwilliges-soziales-jahr-bei-der-iswi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iswi.org\/en\/2018\/mein-freiwilliges-soziales-jahr-bei-der-iswi\/","title":{"rendered":"Mein Freiwilliges Soziales Jahr bei der ISWI"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_3613\" aria-describedby=\"caption-attachment-3613\" style=\"width: 386px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/iswi.org\/wp-content\/uploads\/Vorstand_Anni.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3613\" src=\"https:\/\/iswi.org\/wp-content\/uploads\/Vorstand_Anni-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"386\" height=\"256\" srcset=\"https:\/\/iswi.org\/wp-content\/uploads\/Vorstand_Anni-300x199.jpg 300w, https:\/\/iswi.org\/wp-content\/uploads\/Vorstand_Anni-768x511.jpg 768w, https:\/\/iswi.org\/wp-content\/uploads\/Vorstand_Anni-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/iswi.org\/wp-content\/uploads\/Vorstand_Anni.jpg 1504w\" sizes=\"(max-width: 386px) 100vw, 386px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3613\" class=\"wp-caption-text\">Links und rechts zwei kluge K\u00f6pfe des Vorstands: Julia und Niko; mittendrin ich, als frische FSJlerin<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201eKomm auf die dunkle Seite der Macht,\u00a0 wir haben Tee und Kekse!\u201c. \u201eWarum dunkel?\u201c. \u201eWarte, ich suche noch kurz den Lichtschalter\u2026So.\u201c Das Licht f\u00e4llt auf ein geordnetes Durcheinander. Drei gem\u00fctliche Sofas umrunden einen kleinen Tisch auf dem schon Kuchen und Teetassen warten. An der einen Wand stapeln sich K\u00fcchenutensilien, an der Gegen\u00fcberliegenden Gesellschaftsspiele. Ich gehe weiter in den Nebenraum, stelle meine Sachen ab, fahre den Rechner hoch. Mein Blick f\u00e4llt auf die lila Karte unterhalb des Bildschirms. In goldener Schrift ist zu lesen: \u201eHier arbeitet ein glitzerndes Einhorn!\u201c. Ich muss schmunzeln. Es ist 10 Uhr morgens in den Hallen des von Studierenden gegr\u00fcndeten Vereins ISWI e. V. im A-Keller der TU Ilmenau. Doch ich bin weder Studentin noch Universit\u00e4tsangestellte. Mein Name ist Anni Junge. Im vergangenen Sommer habe ich mein Abitur in Weimar gemacht. Nun absolviere ich ein Freiwilliges Jahr bei der <strong>\"I<\/strong>nitiative <strong>S<\/strong>olidarische <strong>W<\/strong>elt <strong>\"I<\/strong>lmenau. \u00a0Zu meiner Einsatzstelle bin ich \u00fcber die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung\u00a0 (LKJ) gelangt. Jedes mal wenn ich meinen Freunden die Frage beantworte, was ich denn genau mache, sch\u00fctteln diese erstmal den Kopf. \u201eDu sitzt den ganzen Tag im Keller und guckst auf einen Bildschirm?\u201c. Dabei verbringe ich einen gro\u00dfen Teil meiner Zeit nicht vor dem Rechner, sondern auf vorhin erw\u00e4hntem Sofa oder unter ilmenaublauen Himmel im Gespr\u00e4ch mit verschiedenen Menschen. Trotz der zahlreichen Mitglieder und Unterprojekte herrscht im ISWI e.V. stets eine Art famili\u00e4re Atmosph\u00e4re, man kocht zusammen, geht gemeinsam \u201emensen\u201c oder nutzt die kostbaren Sonnenstunden im Schwimmbad. \u00a0Aus diesem Grund war ich mir auch nach meinem Vorstellunggespr\u00e4ch sicher, hier ein Jahr aushalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bis zum n\u00e4chsten Sommer darf ich ihnen zur Hand gehen und dabei helfen die deutschlandweit gr\u00f6\u00dfte Studienkonferenz ihrer Art, die <strong>\"I<\/strong>nternationale <strong>S<\/strong>tudierenden<strong>w<\/strong>oche in <strong>\"I<\/strong>lmenau zu organisieren. Ab 17. Mai 2019 kommen hier f\u00fcr 10 Tage ca. 380 Studierende aus \u00fcber 70 L\u00e4ndern und alles steht Kopf. Das Motto steht schon fest: \u201eChanges and Choices: Good by(e) Traditon?\u201c. Aber bis dahin m\u00fcssen die Bewerber eingeladen, Gastgeber gefunden, die Verpflegung aufgestellt und Konzerte geplant werden. Um das alles auf die Beine zu stellen, werden zun\u00e4chst einmal m\u00f6glichst viele engagierte Menschen ben\u00f6tigt, welche sp\u00e4ter in thematischen Projektgruppen arbeiten. Jede Gruppe k\u00fcmmert sich um einen anderen Aspekt der ISWI, die eine plant die Vorlesungen, eine weitere die Kulturveranstaltungen, eine andere diskutiert das Marketingkonzept, usw&#8230; Als nicht durch Studium gestresste Person habe ich den Vorteil auch in jede dieser Gruppen reinschnuppern zu k\u00f6nnen. W\u00e4hrend ich also nachmittags immer mit anderen Personen keksefutternd an Problemen und Pl\u00e4nen bastele, habe ich morgens eine feste Routine. Nachdem ich die Mitarbeiterin der zur Uni geh\u00f6renden Poststelle erschreckt und die entsprechenden Briefe abgeholt habe, checke ich meine Emails am Computer und k\u00fcmmere mich um die anstehenden Aufgaben.<\/p>\n<p>Ich hab das Gef\u00fchl, mir in dieser Woche mehr praktisches Wissen angeeignet zu haben als in einem Monat Schule. Ein gutes Beispiel daf\u00fcr ist die Arbeit an unserer neuen Webseite, mit der mich v\u00f6llig neue Erkenntnisse in Sachen Technik trafen. Endlich verstehe ich zumindest ansatzweise wie IT-Studierende minutenlang auf scheinbar sinnlos zusammengesetzte Ziffern und englische W\u00f6rter auf ihren Computerbildschirmen starren k\u00f6nnen. Ich wei\u00df nun was ein Server ist, wie man Protokolle bearbeitet, wie man ein Bild auf der Homepage einf\u00fcgt und auch wie l\u00e4ssig ich mit unerwarteten Telefonaten umgehen kann. Bleibt die klassische Frage: Wie \u00fcberzeuge ich den riesigen Office-Drucker dazu, das zu drucken, was ich will? Zum Gl\u00fcck ist hier niemand genervt, wenn ich zum 100. mal die Frage stelle: \u201eMuss ich jetzt daraufklicken?\u201c.<\/p>\n<p>Mach ein FSJ haben sie gesagt. Es macht Spa\u00df haben sie gesagt. Und \u2026 sie hatten Recht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eKomm auf die dunkle Seite der Macht,\u00a0 wir haben Tee und Kekse!\u201c. \u201eWarum dunkel?\u201c. \u201eWarte, ich suche noch kurz den Lichtschalter\u2026So.\u201c Das Licht f\u00e4llt auf ein geordnetes Durcheinander. 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