Ergebnisse der Interkulturellen Woche – ICW 2026

Während der Studierendenkonferenz haben sich rund 100 Teilnehmende Studierende aus
ganz Deutschland vom 04. bis 07. Juni 2026 in Ilmenau zur Situation der Internationalisierung an deutschen Hochschulen in verschiedenen Arbeitsgruppen ausgetauscht. Dabei wurden neue Ideen entwickelt und Best-Practices ausgetauscht, um die Situation nachhaltig zu verbessern.

Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse

In unterschiedlichen Gruppen haben sich die Teilnehmenden mit Herausforderungen internationaler Studierender an deutschen Hochschulen beschäftigt. In Arbeitsgruppen haben sie sich insbesondere mit Themen wie

  • mentaler Gesundheit von internationalen Studierenden,
  • den Aufbau internationaler Communities an Hochschulen,
  • Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt für internationale Studierende,
  • die Einbindung internationaler Studierender in Hochschulgremien und Studierendenvereinen sowie
  • Sprachbarrieren internationaler Studierender

beschäftigt und über die Situation dieser Herausforderungen an ihren Universitäten ausgetauscht, Best Practices geteilt und Impulse gesammelt, wie diese Herausforderungen nachhaltig verbessert werden können. Die Arbeitsgruppen haben herausgearbeitet, dass frühzeitige und verständliche Unterstützung, z.B. durch mehrsprachige Willkommenspakete und zentrale Informationsplattformen, essenziell sei für ankommende internationale Studierende, um bereits frühzeitig deren Integration zu unterstützen. Einige Universitäten betreiben bereits Buddy-Programme und Begegnungsangebote zur zusätzlichen Unterstützung neuer Studierender, aber diese Angebote sind sehr häufig vollständig ehrenamtlich getragen, weshalb bessere finanzielle Unterstützung und Koordination dieser Projekte empfohlen wurde. Viele internationale Studierende haben durch die neue Umgebung und fehlende Integration in die studentischen Communities mentale Herausforderungen nach einiger Zeit, jedoch ist das Angebot zur psychologischen Beratung an vielen Universitäten nur sehr begrenzt. Daher braucht es einfacheren Zugang zu Beratungsstellen auf dem Campus und ein besseres Informationsangebot, um mentale Probleme zu entstigmatisieren. Eine weitere große Herausforderung, die in den Diskussionen aufgekommen ist, sind die Sprachbarrieren von internationalen Studierenden, insbesondere in englischsprachigen Studiengängen. In den Gruppen wurde als Impuls gegeben, umfassendere Sprachangebote an Universitäten anzubieten, da die Kapazitäten von z.B. VHS sehr begrenzt sind. Zusaetzlich sollen non-formelle und informelle Angebote auf dem Campus wie Sprachtreffen, Sprach-Cafes oder Tandem-Projekte dabei helfen, den Sprachaufbau zu verbessern. Als letzte große Herausforderung hat sich herausgestellt, dass internationale Studierende in Hochschulvertretungen sehr stark unterrepräsentiert sind, wodurch ihre Herausforderungen weniger Beachtung bekommen. Studierendenschaften und Fachschaften sollten größeren Wert darauf legen, internationale Studierende in ihre Arbeit zu integrieren, insbesondere indem Sprachbarrieren abgebaut werden und z.B. Informationen zum Hochschulsystem und zu den Ordnungen auch mit englischer Übersetzung verfügbar sind. Durch die Konferenz wurden die Teilnehmenden Studierenden ermutigt, diese Impulse an ihre Heimatuniversitäten zu tragen und sich durch Gremienarbeit für deren Umsetzung einzusetzen.

Eindrücke der Konferenz

Kurzinformationen zum Download

Die Kurzinformationen zu den Ergebnissen des Projektes, welches vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert wurde, stehen hier als Download bereit.

Wir bedanken uns bei allen Institutionen, die uns finanziell, materiell oder anderweitig unterstützt haben, sowie bei allen Helfer*innen, Facilitator*innen, dem Organisationsteam und natürlich bei den Teilnehmenden, die durch ihre Diskussionen das Projekt zum Leben erweckt haben.

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